Kanarische Inseln
01/12/2025
Stéphane Rabenja

Immobilienpreise auf den Kanaren: Chancen in einem stabilen Markt

Wie wäre es, wenn Ihr Projekt für einen Neuanfang eine Wohnung mit Meerblick oder ein Haus mit ganzjähriger Sonne auf den Kanaren wäre ? ☀️

Mit einem Markt 2026, der zugleich dynamisch und relativ stabil ist, zieht der Archipel immer mehr europäische Käufer an, die ein angenehmes Leben, moderate Steuervergünstigungen und, für manche, gute Mieteinnahmen suchen.

In diesem Artikel analysieren wir die Entwicklung der Immobilienpreise auf den Kanaren, die Unterschiede zwischen den Inseln und was das konkret bedeutet, wenn Sie einen Kauf zum Wohnen, zum Telearbeiten oder als Investition in Betracht ziehen.

Markt 2026: ein gut gefestigter Aufwärtstrend

September 2026: 3.084 €/m² nach einer langen Serie von Anstiegen

Im September 2026 liegt der durchschnittliche Preis für Wohnimmobilien auf den Kanarischen Inseln bei rund 3.084 €/m², also einem Anstieg von etwa +13,4 % innerhalb eines Jahres.

Diese Entwicklung kommt nicht aus dem Nichts: Sie fügt sich in einen anhaltenden Aufwärtstrend ein, der seit Januar zu beobachten ist, mit nahezu ununterbrochenen monatlichen Steigerungen. Für einen bereits stark touristisch geprägten Inselmarkt zeigt das mehrere Dinge:

  • eine dauerhafte Attraktivität des Archipels, weit über einen einfachen „Post‑Covid“-Effekt hinaus;
  • eine schrittweise Angleichung der Preise an andere Sonnenziele Europas (Portugal, Süden des spanischen Festlands, Griechenland);
  • einen konstanten Druck auf das Angebot in den begehrtesten Lagen, insbesondere direkt am Meer.

Anders ausgedrückt: Wir befinden uns nicht mehr in einem reinen Schnäppchenmarkt, sondern in einem Markt in der Konsolidierungsphase: Der Anstieg ist deutlich, aber angesichts der Nachfrage nachvollziehbar.

Die Daten der Plattform Green Acres, die auf Zweitwohnsitze spezialisiert ist, bestätigen diese Aufwertung: In Santa Cruz de Tenerife weisen die Immobilien im Durchschnitt großzügige Wohnflächen auf – ein Zeichen für ein starkes Interesse an komfortablen Residenzen statt reiner Ferienbasen.

Robuste Nachfrage: ausländische Käufer und saisonale Vermietung

Trotz steigender Preise bleibt die Nachfrage stabil und wird von mehreren Käuferprofilen getragen:

  • Ganzjährig ansässige Ausländer: europäische Rentner, Familien auf der Suche nach mildem Klima, Berufstätige im Homeoffice.
  • Kapitalanleger in Mietobjekte: Privatpersonen, die auf saisonale oder mittelfristige Vermietung abzielen (Digitale Nomaden, Studierende, entsandte Arbeitnehmer).
  • Spanische Einwohner: insbesondere aus Großstädten, die einen Zweitwohnsitz oder einen Lebensrhythmuswechsel suchen.

Was den Markt besonders widerstandsfähig macht:

  • ein ganzjährig attraktives Klima, also eine sehr lange Tourismussaison;
  • häufige Flugverbindungen zu zahlreichen europäischen Hauptstädten;
  • ein Lebensumfeld, das als erschwinglicher wahrgenommen wird als in anderen Bade‑Regionen Westeuropas.

Die saisonale Vermietung spielt eine Schlüsselrolle: Sie bietet ein interessantes Zusatzeinkommen und beruhigt Käufer, die noch zögern, den Schritt zu wagen. Gleichzeitig trägt sie jedoch in einigen Vierteln zur Verknappung des Angebots bei, was wiederum die Preissteigerungen in der Nähe der bekanntesten Strände anheizt. 😌

Die Profile der ausländischen Käufer spiegeln diese anhaltend starke Nachfrage gut wider. Den auf Green Acres beobachteten Suchanfragen für die Provinz Teneriffa zufolge entfallen rund 20 % der ausländischen Gesuche auf Italiener, gefolgt von Franzosen (13 %) und Deutschen (10 %).

Die mittleren Budgets liegen bei rund 259.000 € für Italiener und 328.000 € für Franzosen, mit medianen Wohnflächen zwischen 60 und 100 m², also häufigen Medianpreisen von über 3.000 €/m². Das bestätigt den Appetit der Europäer auf Objekte mit vernünftiger Größe, die gut gelegen sind, anstatt auf sehr große, abgelegene Immobilien.

In der Provinz Las Palmas (Gran Canaria) ist die Struktur der ausländischen Nachfrage ähnlich: Auch hier liegen die Italiener mit 17 % der Suchanfragen an der Spitze, gefolgt von den Franzosen (13 %), mit medianen Budgets zwischen 255.000 und 275.000 € für Wohnflächen von grob 65 bis 110 m². Wieder zeigt sich das Bild eines „Freude-/Mischkaufs“, der sowohl für den eigenen Urlaub als auch für die Vermietung gedacht ist.

Unterschiede zwischen den Inseln: Wo steigen die Preise am stärksten?

Küstenzonen von Teneriffa und Gran Canaria: höhere Preise, angespanntes Angebot

Die teuersten und angespanntesten Märkte befinden sich – wenig überraschend – in den touristischsten Küstenzonen, insbesondere:

  • im Süden von Teneriffa (Costa Adeje, Playa de las Américas, Los Cristianos);
  • im Süden von Gran Canaria (Maspalomas, Playa del Inglés, Meloneras, Arguineguín).

In diesen Gebieten können Sie mit Folgendem rechnen:

  • deutlich über dem Durchschnitt des Archipels liegenden Quadratmeterpreisen;
  • starkem Wettbewerb um Objekte mit Meerblick, Terrasse oder Pool;
  • einem begrenzten Angebot an gut gelegenen Apartments (5 bis 10 Gehminuten vom Strand entfernt).

Im Gegenzug bieten diese Zonen:

  • eine nahezu durchgehende Mietnachfrage über das ganze Jahr hinweg;
  • in der Regel einen einfacheren Wiederverkauf dank ihrer internationalen Bekanntheit;
  • eine ausgebaute Infrastruktur: Geschäfte, Gastronomie, internationale Schulen, private Gesundheitsversorgung.

Wenn Ihre Priorität Liquidität und Vermietbarkeit ist, bleiben diese Küstengebiete von Teneriffa und Gran Canaria eine sichere Wahl, auch wenn die Einstiegspreise deutlich gestiegen sind.

Die bei ausländischen Käufern beobachteten Medianpreise – häufig über 3.000 €/m² sowohl auf Teneriffa als auch in Las Palmas – verdeutlichen gut die Kluft zwischen den ikonischen Badeorten und dem übrigen Gebiet.

In den begehrtesten Lagen entsprechen Budgets von 250.000 bis 350.000 € im Allgemeinen mittelgroßen Apartments und nicht großen Villen. Das veranlasst einige Käufer dazu, auf etwas zurückversetzte, aber weiterhin gut angebundene Viertel auszuweichen.

Inselinneres: niedrigere Einstiegspreise, aber Mobilität ist unverzichtbar

Im Inneren der Inseln – sei es auf Teneriffa, Gran Canaria oder den weniger touristischen Inseln (La Palma, La Gomera, El Hierro, Lanzarote, Fuerteventura) – sinken die Quadratmeterpreise deutlich.

Dort findet man:

  • Dorfhäuser mit Renovierungsbedarf und Grundstück zu einem erschwinglicheren Budget;
  • Apartments in kleineren, weniger touristischen, aber gut ausgestatteten Städten;
  • Fincas oder ländliche Anwesen für Projekte eines autonomeren Lebens.

Allerdings bringt diese Art von Lage Folgendes mit sich:

  • unerlässliche Mobilität: ein Auto ist quasi Pflicht, die Fahrzeiten zu Stränden und Stadtzentren sind länger;
  • ein ruhigeres Leben, weniger Unterhaltung am Abend und außerhalb der Hauptsaison;
  • ein Mietpotenzial, das oft stärker auf Langzeitvermietung als auf klassische Saisonvermietung ausgerichtet ist.

Für ein Projekt zur Lebensveränderung ist dies oft ein ausgezeichnetes Preis‑/Lebensqualitäts‑Verhältnis, vorausgesetzt, man akzeptiert:

  • einen eher ländlichen oder halbstädtischen Rhythmus;
  • eine geringere Liquidität beim Wiederverkauf im Vergleich zu ikonischen Badeorten;
  • einen aufwendigeren Auswahlprozess in Bezug auf Gebäudebestand und Erreichbarkeit (Straßen, Steigungen, Nachbarschaft).

Wenn Sie bereit sind, etwas abseits der Küste zu leben und regelmäßig unterwegs zu sein, kann das Inselinnere im Jahr 2026 nach wie vor sehr schöne Möglichkeiten bieten. 🚗

Vermietung und Rendite: ein Sommer 2026 im Zeichen von Rekorden

Sommer 2026: steigende Auslastungsraten und RevPAR

Die Zahlen für den Sommer 2026 bestätigen die ausgezeichnete Verfassung des Tourismusmarktes:

  • hohe Auslastungsraten in Hotellerie und Parahotellerie, die oft die Vorkrisenniveaus übertreffen;
  • einen deutlich steigenden RevPAR (Erlös pro verfügbarem Zimmer) laut Daten des INE und der Fachpresse;
  • eine anhaltend starke Nachfrage seitens europäischer Touristen, aber auch von Langzeitreisenden (Telearbeiter, Digitale Nomaden).

Für einen privaten Investor bedeutet das potenziell:

  • interessante Bruttomieteinnahmen, vor allem in Küstenlagen und gut angebundenen Vierteln;
  • die Möglichkeit, in der Hochsaison saisonal und in der Nebensaison mittelfristig zu vermieten;
  • gute Planbarkeit der zukünftigen Nachfrage, solange das Archipel als sicheres und gut erreichbares Reiseziel wahrgenommen wird.

Allerdings ist nichts automatisch: Die Rendite hängt stark von der genauen Lage, der Qualität der Immobilie, dem Management und … vom regulatorischen Rahmen ab.

Die bei ausländischen Käufern in den Provinzen Teneriffa und Las Palmas beobachteten Medianbudgets zeigen zudem, dass viele Projekte auf einer hybriden Nutzung beruhen: Eigennutzung einige Wochen im Jahr, den Rest der Zeit Vermietung, wobei die Immobilie (Fläche, Ausstattung, Lage) so gewählt wird, dass sie das ganze Jahr über attraktiv bleibt.

Lokale Vorschriften: Insel für Insel und Stadt für Stadt zu prüfen

Wie in vielen stark touristisch geprägten Destinationen entwickeln sich auch auf den Kanarischen Inseln die lokalen Regelungen rund um die saisonale Vermietung laufend weiter.

Je nach Gemeinde und Insel können Sie auf Folgendes stoßen:

  • Zonen, in denen die kurzzeitige touristische Vermietung erlaubt, aber reguliert ist (Lizenz, Registrierung, spezifische Standards);
  • Bereiche, in denen neue Einschränkungen eingeführt werden, um den lokalen Wohnungsmarkt zu schützen;
  • Gebäude, deren Teilungserklärungen und Hausordnungen die touristische Vermietung ganz oder teilweise untersagen.

Vor dem Kauf ist es entscheidend:

  • den Bebauungsplan der Gemeinde und die Zonen zu prüfen, in denen touristische Vermietung erlaubt ist;
  • die Teilungserklärung bzw. Gemeinschaftsordnung zu analysieren, wenn Sie eine Wohnung erwerben;
  • einen lokalen Profi (Anwalt, Gestor, Immobilienmakler) zu konsultieren, um Ihr Vermietungsmodell rechtlich abzusichern.

Für diejenigen, die vor allem vor Ort leben und nur gelegentlich vermieten möchten, sind diese Einschränkungen oft weniger problematisch. Es ist dennoch ratsam, sie zu berücksichtigen, um die Liquidität der Immobilie mittel‑ bis langfristig zu erhalten.

Zusammenfassend bleibt das Renditepotenzial auf den Kanarischen Inseln im Jahr 2026 attraktiv, muss aber mit einem differenzierten Ansatz von Insel zu Insel und von Viertel zu Viertel bewertet werden. 🏝️

Häuser auf den Kanaren ansehen

Mit einem Durchschnittspreis von rund 3 084 €/m² im September 2026 und einer jährlichen Steigerung von über 13 % zeigt der Immobilienmarkt der Kanaren eine solide Entwicklung, getragen von einer weiterhin starken ausländischen und lokalen Nachfrage.

Die Küstengebiete von Teneriffa und Gran Canaria bündeln den Großteil der Anspannung und der hohen Preise, während das Inselinnere und weniger touristische Regionen noch zugänglichere Einstiegsmöglichkeiten bieten, allerdings auf Kosten größerer Mobilität und intensiverer Alltagsplanung.

Die Suchdaten von Green Acres bestätigen das anhaltende Interesse europäischer Käufer am Archipel, mit Budgets, die auf Immobilien zugeschnitten sind, die sowohl zur Freude dienen als auch Mieteinnahmen erzeugen. Für ein Vorhaben der Ansiedlung, des Telearbeitens in der Sonne oder einer Mietinvestition bleiben die Kanaren eine bevorzugte Destination, vorausgesetzt, man berücksichtigt die neuen lokalen Regelungen und wählt den Standort sorgfältig aus. Wenn Sie sich Zeit nehmen, jede Insel und jedes Viertel zu analysieren, können Sie auch 2026 noch ein interessantes Gleichgewicht zwischen Lebensqualität, Vermögenssicherheit und Renditepotenzial finden. 🌊

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