Galicien 2026: grüne Region, kontrollierte Kosten und wachsender Tourismus
Region der Wälder, der „Rías“ (Ästuare) und Fischerdörfer – Galicien bietet einen Rahmen, der sich deutlich vom Postkartenbild des mediterranen Spaniens unterscheidet. Hier ist das Klima ozeanisch, die Vegetation üppig und die Landschaften oft nebelig und romantisch. 🌿
Für Immobilienkäufer bedeutet das:
- eine geringere Bevölkerungsdichte als in anderen spanischen Küstenregionen;
- überschaubare Städte, die selten überfüllt sind;
- Immobilienchancen, die noch zugänglicher sind als in den großen Touristenzentren.
Die Zahlen aus den Suchanfragen von Käufern auf Green Acres bestätigen dieses wachsende Interesse an einem grüneren, gemäßigteren Spanien fernab der überfüllten Badeorte.
Die Hoteldaten 2026 bestätigen den Aufschwung
Die Performance des Tourismussektors ist ein guter Indikator für die Attraktivität einer Region. 2026 verzeichnet Galicien deutlich steigende Hotelkennzahlen:
- Hoteleinnahmen um rund 9,3 % im Juni gestiegen;
- internationale Nachfrage um rund 10 % im gleichen Zeitraum gestiegen;
- konstantere Auslastung in der Hochsaison, getragen von der Küste und den Etappenstädten des Camino.
Für ein Kaufprojekt bedeutet diese Dynamik:
- steigendes touristisches Vermietungspotenzial in den gefragtesten Zonen (Küste, Santiago de Compostela, Großstädte);
- ein sich verdichtendes Netz an Dienstleistungen (Gastronomie, Verkehr, Freizeit);
- eine bessere mittelfristige Wertentwicklung für gut gelegene Objekte.
Ein Reiseziel, das bei den Spaniern an Bedeutung gewinnt
Galicien zieht nicht nur ausländische Reisende an. 2026 rangiert es laut INE im 1. Quartal als Reiseziel Nr. 7 für spanische Urlauber.
Das bestätigt mehrere interessante Trends für Käufer:
- die Spanier selbst sehen Galicien als Region für Urlaub und Kurztrips;
- die Besucherströme sind nicht nur auf den Sommer beschränkt, sondern verteilen sich auch auf Frühling und Herbst;
- das Image als grüne, frische und authentische Region funktioniert als Gegenpol zum heißeren und stärker urbanisierten Rest des Landes.
Für eine Investition mit Vermietungsfokus bildet diese wiederkehrende nationale Nachfrage ein solides Fundament – komplementär zur internationalen Kundschaft.
Galicische Lebensstile: atlantische Städte und bewaldetes Hinterland
In Galicien zu leben bedeutet nicht nur eine einzige Realität. Zwischen atlantischen Metropolen, historischen Inlandstädten und verstreuten Dörfern variieren die Lebensstile stark. Das ist eine gute Nachricht: Es gibt für nahezu jedes Lebensprojekt den passenden Ort. 🙂
Vigo und A Coruña: Arbeitsmärkte und umfassende Dienstleistungen
An der Atlantikküste bündeln Vigo und A Coruña einen großen Teil der wirtschaftlichen Aktivität der Region.
Vigo, stärker industriell geprägt und auf die Automobilindustrie sowie Hafenlogistik ausgerichtet, bietet:
- einen großen Handels- und Fischereihafen mit internationalen Verbindungen;
- einen diversifizierteren Arbeitsmarkt;
- unterschiedliche Viertel – von der lebendigen Innenstadt bis zu Wohngebieten in Hanglage mit Blick auf die Cíes-Inseln.
Auf dem Markt für Zweitwohnsitze zeigen die Suchanfragen nach Häusern zum Verkauf in Vigo auf Green Acres ein ausgeprägtes Interesse an großzügigen Wohnflächen, die sich für ein Familienleben oder eine Mischnutzung als Hauptwohnsitz und Ferienvermietung eignen.
A Coruña, dynamisch und stark dienstleistungsorientiert, bietet:
- ein kompaktes, lebendiges historisches Zentrum;
- eine berühmte Uferpromenade, sehr beliebt zum Laufen, Radfahren und für das Leben im Freien;
- umfassende Infrastrukturen: Universitäten, Krankenhäuser, Einkaufszentren, Kultureinrichtungen.
Für ein Immobilienprojekt eignen sich diese beiden Städte besonders, wenn Sie suchen nach:
- einem soliden Arbeitsmarkt für ein ganzjähriges Leben vor Ort;
- allen wichtigen Dienstleistungen, die in vielen Vierteln ohne Auto erreichbar sind;
- einem Kompromiss zwischen Stadtleben, Nähe zu Stränden und grünem Umfeld.
Die Daten zur internationalen Nachfrage in der Provinz A Coruña bestätigen diese Rolle als Anziehungspol: Käufer aus Frankreich, den USA oder den Niederlanden suchen dort mehrheitlich nach größeren Flächen (um 200 m²) mit mittleren Preisen von etwa 125.000 € bis 300.000 €, was ein im Vergleich zu anderen europäischen Küsten noch wettbewerbsfähiges Angebot widerspiegelt.
Ourense, Lugo und kleine historische Städte: ruhiger Takt
Im Landesinneren ändert sich die Atmosphäre. Kleine historische Städte wie Ourense oder Lugo bieten einen ruhigeren Alltag, fest in der Tradition verankert.
Dort findet man:
- gut erhaltene Altstädte, geprägt von Steinbauten und romanischen Kirchen;
- direkte Nähe zur Natur: hügelige Landschaften, Wälder, Flüsse;
- ein nachbarschaftliches Leben, in dem man sich kennt – mit Märkten, Cafés und kleinen Tiendas.
Diese Orte eignen sich besonders:
- für Familien, die Ruhe und Platz für Kinder suchen;
- für Remote-Arbeiter, die sich eine weniger zentrale Lage leisten können;
- für Hausprojekte mit Garten, oft deutlich erschwinglicher als in Küstengebieten.
Auf dem Land und in den Dörfern bietet Galicien zudem zahlreiche traditionelle Steinhäuser zur Renovierung oder bereits restauriert – für Projekte wie Gästehäuser, aktiven Ruhestand oder ein Leben in teilweiser Selbstversorgung.
In Lugo zeigen die von Green Acres veröffentlichten Suchdaten einen für internationale Käufer weiterhin sehr erschwinglichen Markt, insbesondere für Niederländer, Deutsche oder Schweizer, mit mittleren Flächen von rund 245 m² bei Budgets, die häufig unter 150.000 € liegen – ein interessantes Terrain für alle, die Raum und Ruhe suchen.
Ourense zieht ebenfalls eine spezifische ausländische Klientel an: Anfragen aus den Niederlanden konzentrieren sich zum Beispiel auf große Häuser (Median etwa 226 m²) zu deutlich niedrigeren Preisen als an der Küste – eine Kombination aus Thermalangebot, Natur und moderaten Erwerbskosten.
Um ein Projekt in diesen inneren Zonen zu präzisieren, hilft ein Überblick über die Immobilienanzeigen in Lugo, um sich konkret ein Bild von den verfügbaren Haustypen und Grundstücken zu machen.
Lebensqualität: ozeanisches Klima, Produktküche und kulturelle Verwurzelung
Die galicische Lebensqualität basiert auf einigen einfachen Säulen: ein milderes Klima als im restlichen Spanien, eine ausgeprägte Esskultur und ein Rhythmus, der von lokalen Festen und den landwirtschaftlichen Jahreszeiten bestimmt wird.
Meeresfrüchte, Rías-Baixas-Weine und lokale Feste
Über Galicien zu sprechen, ohne seine Küche zu erwähnen, ist unmöglich. Hier ist die Gastronomie eng mit dem Meer und den Produkten des Landes verknüpft:
- Schalentiere und Krustentiere (Pulpo, Jakobsmuscheln, Entenmuscheln);
- frischer Fisch, vor der Atlantikküste gefangen;
- Weißweine aus den Rías Baixas, geschätzt für ihre Frische und Mineralität;
- Käse, Fleisch und Wurstwaren aus den ländlichen Binnengebieten.
Die lokalen Feste, oft religiös oder mit den Ernten verbunden, strukturieren das Jahr:
- Prozessionen und Pilgerfahrten rund um Santiago de Compostela;
- Romerías und kulinarische Feste, die einem Produkt gewidmet sind (Pulpo, Wein, Meeresfrüchte);
- Konzerte, traditionelle Tänze und Feuerwerke in den Dörfern.
Für Neuankömmlinge sind diese Ereignisse ein natürlicher Einstieg in die Integration und den Aufbau von Beziehungen zu den Einwohnern. 🎉
Ein „Slow“-Tourismusangebot: Wanderungen und etablierter Camino
Galicien fügt sich perfekt in den Trend des „Slow“-Tourismus ein:
- zahlreiche Küstenwege zum Wandern mit Blick auf Klippen, Strände und Rías;
- Routen im Landesinneren durch Wälder, Täler und Steindörfer;
- Thermalbäder und heiße Quellen, insbesondere rund um Ourense.
Der Camino de Santiago, der in Galicien ankommt, ist heute eine fest etablierte Realität:
- regelmäßige Pilgerströme auf mehreren Routen (Camino Francés, Camino Portugués, Küstenweg …);
- dichtes Netz an Herbergen, Pensionen, kleinen Hotels und Restaurants;
- internationale, aber meist respektvolle und ruhige Atmosphäre – weit entfernt von den Exzessen mancher Badeorte.
Diese Positionierung stärkt den friedlichen Charakter der Region und sichert zugleich ein beachtliches Dienstleistungsniveau, selbst in kleinen Ortschaften.
Services und Mobilität 2026
Im Jahr 2026 verdichten sich die Service- und Mobilitätsinfrastrukturen in Galicien weiter – in direktem Zusammenhang mit dem wachsenden Tourismus und der Zunahme der Aufenthalte.
Stärkung des Hotelangebots und der Übernachtungen
Der Anstieg der Hoteleinnahmen und Übernachtungszahlen kommt nicht nur Tourismusprofis zugute. Er löst Kettenreaktionen aus:
- Belebung des lokalen Einzelhandels (Cafés, Restaurants, kleine Lebensmittelläden, Handwerksbetriebe);
- Schaffung oder Sicherung von Arbeitsplätzen im Dienstleistungssektor;
- Verbesserung des lokalen Verkehrsangebots, um den Bedürfnissen von Besuchern und Einwohnern gerecht zu werden.
Für Käufer bedeutet dies konkret:
- Viertel, die das ganze Jahr über an Lebendigkeit gewinnen;
- besseren Zugang zu Dienstleistungen, ohne immer in eine Großstadt fahren zu müssen;
- eine solide Basis, um eine ergänzende Beherbergungsaktivität (Gästezimmer, kleines Hotel, Ferienvermietung) in Betracht zu ziehen.
Die Profile der ausländischen Käufer in den verschiedenen galicischen Provinzen spiegeln übrigens diese Diversifizierung wider: Während die Küste von Pontevedra besonders Schweizer, Briten oder Franzosen anzieht, die komfortable Zweitwohnsitze suchen, lockt das Landesinnere (Lugo, Ourense) eher bescheidenere Budgets, oft aus den Niederlanden oder Deutschland, aber mit dem Wunsch nach viel Platz.
Saisonaler Anstieg bei Flug- und Bahnverbindungen
Die Flug- und Bahnverbindungen nehmen saisonal ebenfalls zu, wie die Daten von AENA und INE zeigen. Konkret heißt das:
- Die Flughäfen von Vigo, A Coruña und Santiago de Compostela verzeichnen in der Hochsaison mehr Verbindungen;
- die Verbindungen mit Madrid und anderen großen europäischen Städten werden häufiger;
- die Bahn verbessert schrittweise die Reisezeiten in den Rest Spaniens.
Für ein Lebensprojekt, das regelmäßige Reisen nach Frankreich oder in andere europäische Länder einschließt, ist dieser Ausbau der Verbindungen ein echtes Plus:
- leichtere Anreise für Familie und Freunde;
- bessere Erreichbarkeit für ein eventuelles Tourismusprojekt;
- reduziertes Gefühl der Abgeschiedenheit, selbst wenn man ein Dorf auf dem Land wählt.
Galicien, ein nachhaltiger Lebensrahmen für Familien und Remote-Arbeiter
Am Schnittpunkt dieser Entwicklungen – sanfter Tourismus, geschützte Natur, überschaubare Städte, verbesserte Dienstleistungen – erscheint Galicien als nachhaltiger Lebensrahmen für viele Profile.
Für Familien bietet die Region:
- eine grüne Umgebung, ideal für Aktivitäten im Freien;
- ein weniger stressiges Lebenstempo als in Hauptstädten;
- Schulen und grundlegende Dienstleistungen, die in den meisten Mittelstädten erreichbar sind.
Für Remote-Arbeiter und Selbständige findet man:
- größere Wohnungen zu moderaten Budgets, die ein echtes Homeoffice ermöglichen;
- eine ruhige Umgebung, förderlich für Konzentration;
- die Möglichkeit, sich nach der Arbeit schnell in der Natur zu erholen.
Galicien kann auch attraktiv sein für:
- aktive Rentner, die eine gemäßigte, grüne und kulturelle Region suchen;
- Träger touristischer oder agrotouristischer Projekte;
- Personen in beruflicher Neuorientierung, die von einem einfacheren, naturnäheren Leben angezogen werden.
Wie immer ist der Schlüssel zu einem gelungenen Lebensprojekt die präzise Definition:
- der Art des Ortes, der zu Ihren Bedürfnissen passt (Großstadt, Kleinstadt, Land);
- des Dienstleistungsniveaus, das Sie als unverzichtbar ansehen;
- der akzeptablen Entfernung zu Flughäfen, Bahnhöfen und Hauptverkehrsachsen.
Mit diesen Punkten im Hinterkopf kann Galicien weit mehr werden als nur ein Urlaubsziel: ein echter Ankerpunkt für einen Neuanfang. 🌊