Hintergrund der Reform
Kroatien plant ab 2025 eine einheitliche Immobiliensteuer, die für mehr Transparenz und Einnahmen auf kommunaler Ebene sorgen soll. Bisher gab es nur eine Zweitwohnungsabgabe, die je nach Ort unterschiedlich ausfiel. Die neue Steuer soll alle Immobilienbesitzer gleichermaßen betreffen und ein gerechteres System schaffen, um die Finanzierung der Gemeinden zu verbessern.
Staffel nach Quadratmetern in Kroatien
Künftig können die Kommunen in Kroatien eine jährliche Steuer von 0,60 € bis 8,00 € pro Quadratmeter für leerstehende Immobilien festlegen. Die Höhe der Steuer variiert abhängig von der Lage und der Attraktivität der Immobilie. So können Objekte in Toplagen teurer besteuert werden, um insbesondere in beliebten Urlaubsregionen die Nutzung zu fördern.
Beispiel
Bei einer 100 m² großen Immobilie und einem Steuersatz von 1 € pro Quadratmeter beträgt die jährliche Steuer 100 €. Im Extremfall, wenn der Satz 8 € in einer besonders gefragten Lage beträgt, können die Kosten bis zu 800 € jährlich steigen. Diese Beträge liegen somit deutlich über der bisherigen Zweitwohnungsabgabe in vielen Regionen Kroatiens.
Auswirkungen
Für Ferienhaus-Besitzer, die ihre Immobilie nicht dauerhaft vermieten oder selbst nutzen, bedeutet dies eine spürbare finanzielle Mehrbelastung. Die Steuer soll als Anreiz dienen, das Objekt entweder zu vermieten oder dauerhaft zu bewohnen, um so Leerstände zu vermeiden und die lokale Wirtschaft zu stärken. 📈🏠
Handlungsoptionen
Um die neue Steuer möglichst gering zu halten oder zu umgehen, gibt es verschiedene Möglichkeiten: Die touristische Vermietung der Immobilie kann teilweise zu Befreiungen führen, ähnlich wie bei der bisherigen Zweitwohnungssteuer. Außerdem kann die Anmeldung der Immobilie als Hauptwohnsitz helfen, wenn man viel Zeit vor Ort verbringt. Alternativ sollten Eigentümer die höhere Steuerbelastung im Budget einplanen und gegebenenfalls ihre Finanzstrategie anpassen.