Liguria
12/11/2025
Stéphane Rabenja

Immobilienpreise in Ligurien: Zwischen italienischer Riviera und hochgelegenen Dörfern

Was, wenn Ligurien gleichzeitig Premium-Meerblicke und Dörfer zum halben Preis bieten würde? Zwischen der Riviera dei Fiori und dem Hinterland sind 2026 echte Chancen vorhanden. 🌊

Hier ein klarer, praxisorientierter Überblick, um Ihr Budget einzuordnen, die richtigen Regionen zu fokussieren und zum passenden Zeitpunkt zu kaufen.

Immobilienmarkt 2026 in Ligurien

Durchschnittspreis: ~3.200 €/m², einer der höchsten Italiens

Ligurien weist einen Durchschnittspreis von etwa 3.200 €/m² auf, der durch begehrte Küstenorte und den knappen Grund zwischen Meer und Bergen in die Höhe getrieben wird.

Die Unterschiede sind je nach Aussicht, Entfernung zum Meer und Zustand der Immobilie beträchtlich. Sorgfältig renovierte Objekte und Panoramaterrassen kosten mehr, während renovierungsbedürftige Immobilien Verhandlungsspielräume bieten. 📊

  • Erstklassige Küstenlage (Meerblick): Budget meist über 4.500 €/m²
  • Stadt und zweite Reihe: 2.200 bis 3.800 €/m² je nach Viertel und Ausstattung
  • Nahes Hinterland (20–40 Min. zum Meer): 1.200 bis 2.500 €/m²

Regionale Referenzpreise (Zweitwohnsitze) etwa:

Starke internationale Nachfrage an der Riviera dei Fiori

Die Riviera dei Fiori (von Bordighera über Sanremo bis nach Imperia) profitiert von einer starken ausländischen Nachfrage: Franzosen, Schweizer, Deutsche und Nordeuropäer suchen hier Freizeitimmobilien und Investitionen.

Im Bezirk Imperia verteilt sich die Nachfrage aus dem Ausland insbesondere auf Frankreich (24 %), Deutschland (15 %), die USA (9 %) und die Schweiz (8 %), laut auf Green Acres registrierten Anfragen.

  • Stärken: mildes Klima, Erreichbarkeit von Nizza, robuster saisonaler Mietmarkt
  • Kritische Punkte: alte Eigentumswohnungen, Nebenkosten, Energieeffizienz
  • Tipp: Immobilien mit Außenbereich und guter Anbindung sind später sehr gefragt

Die dynamischen Zentren

Genua: Aufschwung der Altstadt, Sanierungsprojekte

Genua setzt seine Veränderung fort: Sanierung alter Gebäude, neue Dienstleistungen und Attraktivität für Remote-Worker. Die Altstadt erlebt neuen Schwung, während familienfreundliche und gut angebundene Viertel wieder beliebter werden. 🏛️

  • Chancen: Apartments mit Sanierungsbedarf in ligurischen Palazzi, großes Wertsteigerungspotenzial
  • Preisrahmen: 2.200–3.500 €/m² je nach Straße, Stockwerk und Renovierung
  • Zu prüfen: Zustand der Gemeinschaftsbereiche, Aufzug, Lichtverhältnisse und Feuchtigkeit (Erdgeschoss)

Sanremo: +8 % bei Premium-Immobilien

In Sanremo hat sich das Premiumsegment in einem Jahr um etwa +8 % erhöht, angeführt von Villen mit Meerblick, Residenzen mit Park und Adressen nahe der Corso Imperatrice.

  • Typische Nachfrage: bezugsfertige Zweitwohnsitze, Pools und Parkplätze
  • Sparpotenzial: zweite Reihe mit Teilblick oder Villen mit Modernisierungsbedarf
  • Ferienvermietung: hohe Nachfrage zu Festival- und Eventzeiten

Im allgemeinen Markt liegen gefragte Immobilien um die 3.165 €/m², was zu einem angespannten Küstenmarkt mit gefragter Ausstattung passt.

Das ligurische Hinterland

Dolceacqua, Badalucco: Chancen zum halben Küstenpreis

Im Hinterland bieten Dörfer wie Dolceacqua oder Badalucco oft Preise, die halb so hoch sind wie an der Küste – mit Steinhaus-Charme, engen Gassen und Terrassen ins Tal. 🌿

  • Dorfhäuser zum Renovieren: moderater Einstiegspreis, großes Deko-Potenzial
  • Bezugsfertige Immobilien: relativ selten, bei Komplettpaketen schnell reagieren
  • Hinweis: Zugang, Parken, Bausubstanz und Feuchtigkeit prüfen

Beispielhafte Unterschiede: ca. 2.062 €/m² für Immobilien in Perinaldo und bis zu ~931 €/m² in abgelegeneren Ortschaften wie Triora oder Montalto Ligure, je nach Nachfrage.

Beliebte Dörfer bei französischen und Schweizer Käufern

Frankophone Käufer bevorzugen authentische Dörfer mit guter Anbindung an die Küste und den Flughafen Nizza.

  • Im Blick: Apricale, Perinaldo, Pigna, Triora, Montalto Ligure, Seborga
  • Stärken: offener Blick, hohe Lebensqualität, lokale Märkte, Wanderwege
  • Praxistipp: Renovierungsbudget einplanen (Fenster, Dach, Dämmung, Heizung)

Hinweis: Die Mikro-« Fürstentum »-Gemeinde Seborga weist hohe Quadratmeterpreise auf (≈ 4.825 €/m²) bei eher kompakten Flächen – ein Zeichen für eine Nischennachfrage.

Immobilientrends 2026–2030 in Ligurien

Reifer, aber von ausländischer Kundschaft getragener Markt

Ligurien bleibt ein reifer Markt mit begrenztem Angebot. Die internationale Nachfrage dürfte die Preise an den Küsten weiter stützen, während die Ortschaften im Hinterland ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bewahren. 📈

  • Vorsichtige Prognose: generell stabile Entwicklung mit Prämien für seltene Objekte
  • Fokus Wiederverkauf: Lage, Aussicht, Außenbereich und Erreichbarkeit machen den Unterschied

In der Metropolregion Genua verteilt sich die ausländische Nachfrage auf Polen (~19 %), Frankreich (~13 %) und Schweiz, USA und Deutschland (je ~11 %) – ein Zeichen für eine vielfältige und widerstandsfähige Käuferschaft.

Entwicklung von nachhaltigem Tourismus und Zweitwohnsitzen

Der Trend zu sanfter Mobilität, Wanderwegen und Nahversorgung steigert die Attraktivität der Dörfer. Zweitwohnsitze orientieren sich zunehmend an energieeffizienteren Objekten.

  • Nachfrage erkennen: möblierte Studios und 2-Zimmer für Kurzzeitvermietung, Familienhäuser für längere Aufenthalte
  • Öko-Sanierung: Dämmung, Wärmepumpe, kleine Solaranlagen, Lüftung
  • Bankunterlagen: geplante Mieteinnahmen und Kostenvoranschläge für Sanierungsarbeiten vorbereiten

Schnelle Orientierung

  • Riviera dei Fiori (Meerblick): 4.000–6.500 €/m²
  • Genua renovierte Altstadt: 2.200–3.500 €/m²
  • Nahes Hinterland: 1.200–2.500 €/m²

Kauf-Checkliste 🧭

  • Lage: Sonneneinstrahlung, Lärmquellen, ganzjähriger Zugang
  • Technik: Dach, Fassaden, Feuchtigkeit, Energieeffizienz
  • Eigentümergemeinschaft: Nebenkosten, beschlossene Arbeiten, Satzung
  • Wiederverkauf: Aussicht, Außenbereich, Parken, Verkehrsanbindung
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Zwischen ikonischen Badeorten und Postkarten-Dörfern bietet Ligurien kontrastreiche, aber nachvollziehbare Preise, wenn man die Kriterien priorisiert: Aussicht, Erreichbarkeit, Sanierungsaufwand und Vermietungspotenzial.

Mit anhaltender ausländischer Nachfrage und im Hinterland noch erschwinglichen Gemeinden ist 2026 ein gutes Jahr, um eine Immobilie zum Verlieben – und zugleich vernünftig – ins Visier zu nehmen.

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