Sardegna
12/11/2025
Stéphane Rabenja

Immobilienpreise in Sardinien: Kontraste zwischen Nord und Süd

Wussten Sie das? Auf Sardinien kann dasselbe Budget ein Studio in Porto Cervo oder ein Dorfhaus mit Garten in der Nähe von Nuoro finanzieren. Wie lässt sich ein solcher Unterschied erklären?

Hier ein Überblick 2026, um die Preise einzuordnen, die guten Regionen zu erkennen und Ihr Kaufprojekt gelassen voranzubringen 😊.

Immobilienmarkt 2026 auf Sardinien

Durchschnittspreis: ~2.700 €/m², leichter Anstieg im Jahresvergleich (+1,9 %)

Der Immobilienmarkt der Insel bleibt 2026 solide, getragen von der Nachfrage nach Zweitwohnsitzen und der Rückkehr eines starken Tourismus. Der Durchschnittspreis liegt bei etwa ~2.700 €/m², mit einem moderaten Anstieg von +1,9 % im Jahresvergleich.

Die Unterschiede bleiben jedoch je nach Lage, Zustand und Ausblick deutlich. Schlüsselfertige Immobilien mit Meerblick werden weiterhin mit Aufpreis gehandelt 📈.

  • Zugang: Nähe zu Strand und Yachthäfen = Wertsteigerung.
  • Zustand: kürzliche Renovierung und Energieeffizienz sind gefragt.
  • Seltenheit: kleine gut gelegene Wohnungen und Villen mit Meerblick sind sehr begehrt.

Unterschiede zwischen Norden (Costa Smeralda) und Süden (Cagliari)

Sardinien ist ein Markt mit mehreren Geschwindigkeiten. Der touristische Norden konzentriert die höchsten Preise, während Süden und Inland erschwinglicher bleiben.

  • Costa Smeralda (Porto Cervo, Porto Rotondo): ca. 7.000–15.000 €/m² für Premium-Immobilien, noch mehr für außergewöhnliche Villen.
  • Cagliari und Metropolregion: ca. 2.500–3.500 €/m² je nach Stadtviertel und Ausstattung.
  • Inland (Nuoro, Oristano, Dörfer): ca. 800–1.800 €/m², mit Möglichkeiten bei charaktervollen Häusern.

Diese Spannen spiegeln beobachtete Marktpreise wider und variieren je nach Mikrolage, Zustand und Ausblick. Denken Sie an das Trio „Lage, Zustand, Außenbereich“.

Beispiele laut aktuelle Anfragen auf Green-Acres (Spezialist für Zweitwohnsitze):

Die Unterschiede bestätigen den Effekt „Meerblick + Zugang zum Wasser“.

Der Norden Sardiniens: Luxus und Exklusivität

Porto Cervo, Palau: Villen über 10.000 €/m²

Zwischen türkisfarbenen Buchten und ikonischen Marinas weisen das Dreieck Porto Cervo – Palau – La Maddalena ähnlich hohe Werte wie die gefragtesten Badeorte Europas auf 🌊.

  • Das macht den Unterschied: direkter Meerblick, zu Fuß erreichbarer Strand, Yachthafen, Pool, hochwertige Architektur.
  • Budget: Luxusvillen meist >10.000 €/m²; renovierte, gut gelegene Wohnungen mit spürbarem Aufpreis.
  • Zu prüfen: städtebauliche Konformität, Küstenschutz, Unterhaltskosten (Pool, Garten, Wohngemeinschaft).

Das Angebot ist begrenzt, die Saison kurz aber intensiv. Die Planung der Besichtigungszeiten und Bankfristen hilft, Perlen zu finden.

In diesem Segment liegt der durchschnittliche Suchkorb bei über 2 Mio. € für eine Villa in Porto Cervo und etwa 1,5 Mio. € in Porto Rotondo – meist für familiengerechte Flächen. So kann das Budget vor den Besichtigungen eingeordnet werden.

Starke Präsenz ausländischer Investoren

Internationale Kundschaft (Deutschland, Schweiz, Frankreich, Großbritannien, Nordländer) sucht hochwertige Zweitwohnsitze und Saisoneinnahmen.

  • Finanzierung: lokale Banken teils bis 60–70 % für Nicht-Ansässige; solide Unterlagen erforderlich.
  • Verwaltung: saisonale Agenturen, ausgelagerte Check-ins, Kurzzeitmietverträge.
  • Wertsteigerung: qualitative Arbeiten (Küche, Klima, Terrassen) = bessere Belegung und höhere Tagespreise.

Laut Anfragen ausländischer Käufer bei Green-Acres zieht die Gegend Olbia-Tempio besonders Franzosen (~17 %), Deutsche (~13 %) und Amerikaner (~12 %) an. In Nuoro führen Amerikaner (~23 %), gefolgt von Franzosen (~18 %); in Cagliari bleiben Franzosen Spitzenreiter (~19 %). Nützliche Hinweise für die Mietstrategie.

Ein realistischer Mietkalender (Mai–September, Spitzenzeit Juli-August) sichert das finanzielle Gleichgewicht und ermöglicht eigene Wochen 🐚.

Der Süden und das Inland: Erschwinglichkeit und Authentizität

Cagliari: Dynamischer Wohnungsmarkt

Cagliari vereint Arbeitsmarkt, Hochschulen und touristische Attraktivität. Der Markt ist strukturiert, mit guten Umsätzen und hoher Mietnachfrage.

  • Interessante Stadtviertel: Marina/Stampace für den Charme, Castello fürs Kulturerbe, Poetto–Quartu Sant’Elena für Strandnähe, Pirri für das Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Vermietung: Langzeitmöblierung für Studenten und Berufstätige gefragt; Saisonvermietung nahe Zentrum und Küste möglich.
  • Vorteile: Flughafen in 15 min, Service, sanfte Mobilität; energetische Sanierung wird geschätzt.

Für einen sicheren Kauf konzentrieren Sie sich auf gut instandgehaltene Wohnanlagen und prüfen Sie Kosten, Aufzug, Fassaden und Dach. Balkon oder Terrasse machen den Unterschied ☀️.

Oristano und Nuoro: Günstige Dorfhäuser

Im Herzen der Insel ist das Leben ruhiger… und auch die Preise. Hier finden sich Steinhäuser in Oristano, teils mit Patio oder Dachterrasse, zu sehr erschwinglichen Preisen.

  • Preisindikationen: 800–1.500 €/m² je nach Zustand und Lage; Renovierungen sind oft nötig.
  • Renovierung: rechnen Sie grob mit 700–1.200 €/m² für Modernisierung (Richtwert je nach Projekt).
  • Lebensqualität: Authentizität, Natur, Traditionen; ein Auto wird für die Mobilität empfohlen.

Vor dem Kauf sollten Aufmaß, bauliches Gutachten und Kostenschätzung eingeholt werden. Es gibt Energiesubventionen, die sich aber verändern: informieren Sie sich vor Ort.

Typologien und Trends des Immobilienmarkts auf Sardinien

Zweitwohnsitze, Steinhäuser, moderne Villen

Der Markt konzentriert sich auf drei große Objekttypen mit jeweiligen Stärken.

  • Zweitwohnsitze am Meer: kleine, effiziente Wohnungen, Terrasse, Parkplatz; sehr liquide bei guter Lage.
  • Steinhäuser: Charakter, Volumen, ländliches Mietpotenzial; beachten Sie die Energieeffizienz.
  • Moderne Villen: moderner Komfort, Pools und Ausblicke; höhere Budgets, aber kalkulierbare Unterhaltskosten.

Käufer suchen Helligkeit, Außenflächen und Klimaanlage. Gute Raumaufteilung und freier Blick verkaufen sich besser 🏡.

Wachstum beim saisonalen Ferienvermietungsmarkt

Die Sommernachfrage bleibt sehr hoch, mit steigenden Ansprüchen an Niveau, Service und Nachhaltigkeit bei den Reisenden.

  • Saisonalität: Hochsaison Juli–August; Nebensaison im Mai–Juni und September sehr attraktiv.
  • Rendite: eine gut gelegene 2-Zimmer-Wohnung kann eine hohe Auslastung erzielen; Meerblick und Strandnähe steigern die Bruttomiete.
  • Regulierung: auf Sardinien ist für Kurzzeitvermietung eine touristische Registrierung mit IUN-Code erforderlich; prüfen Sie auch Teilungserklärung und Steuerrecht.
  • Bewirtschaftung: denken Sie an Reinigung, Wäsche, Check-in, Kurtaxe; eine lokale Agentur vereinfacht die Vermietung.

Für ein ausgewogenes Projekt erstellen Sie einen vorsichtigen Forecast (Wochentarife, Auslastung, Kosten). Kalkulieren Sie Versicherungs- und Energiekosten vorab.

Anzeigen auf Sardinien ansehen

Sardinien zeigt zwei Gesichter: im Norden die Exklusivität der Costa Smeralda und im Süden sowie im Binnenland Authentizität zu moderateren Preisen. Bei durchschnittlich 2 700 €/m² wächst der Markt mäßig, bleibt jedoch heterogen.

Klären Sie Ihre Prioritäten (Meerblick, Budget, Rendite, Pendelzeit), fokussieren Sie einige Mikroviertel und stützen Sie sich auf örtliche Fachleute, um Gutachten, Eigentumsnachweise und Arbeiten abzusichern. Ihr Projekt gewinnt an Klarheit… und an Lebensfreude 🌅.

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